• Bonusmutter Jule

Über den (Bonus)muttertag <3

Aktualisiert: 18. März


Über den Muttertag lässt sich schnell berichten, denn es ist ein Tag wie jeder andere.


Auch wenn man sich als Bonusmutter um „fremde“ Kinder kümmert, ihnen Aufmerksamkeit, Liebe, Zeit und Geld schenkt, ist und bleibt man in den meisten Fällen doch das fünfte Rad am Wagen. In der Schule wird für den Muttertag fleißig gebastelt, aber es wäre auch irgendwie für die Kinder blöd, wenn sie denn dann zwei Muttertagsgeschenke basteln müssten, weil es ja nun denn doch auch noch eine Bonusmutter gibt. Die leibliche Mutter wird in den meisten Fällen auch nicht viel Interesse daran haben, ihrer Nachfolgerin ein Präsent zu basteln.


Aber sind wir doch mal ehrlich: Reicht es nicht schon, wenn die Kinder mit dem Status „Scheidungskind“ bestraft sind? Ist das nicht „besonders / anders“ sein genug für die Bonuskids? Bedarf es noch weiterer „Demütigung“?


Oft bleibt es dann meist bei einer Umarmung oder - wie bei mir in diesem Jahr - bei einer Whatsapp vom Teenie „Alles Liebe zum Muttertag <3.“ Allerdings hat der Teenie, mit dem in der letzten Zeit der Umgang „herausfordernder“ ist („einen Teenie zu lieben, ist wie einen Kaktus zu umarmen…“), seinem Vater gestanden, dass sie mir doch einen Kuchen backen wollte, dies aber zu Hause nicht erlaubt sei, da Uschi eh schon immer ausraste, wenn von Papa’s „hübscher schlanker Freundin“ die Rede sei. Ob mir tatsächlich ein Kuchen gebacken worden wäre, bleibt offen. Aber die Aussage, dass sie es für mich gemacht hätte, da ich „ja auch irgendwie wie eine Mutter für sie bin“ versöhnt mich dann doch.


In diesem Sinne: Happy (bonus)mother’s day!



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